Das beA in der Anwaltauskunft

Neue Funktion für DAV-Mitglieder freigeschaltet

Seit dem 28. November ist das besondere elektronische Anwaltspostfach im Live-Betrieb. Wer das beA zum Versand von Nachrichten nutzen möchte, kann dies natürlich ab sofort tun. Die Frage nach dem wirksamen Zugang von Nachrichten hängt aber von verschiedenen Umständen ab. Für die Kommunikation mit der Justiz gilt, dass das jeweilige Gericht für die betroffene Verfahrensart den elektronischen Rechtsverkehr eröffnet haben muss. Nähere Informationen enthält diese Landkarte.

Der wirksame Zugang von beA-Nachrichten an einen Anwalt oder eine Anwältin hängt bis zum 31.12.2017 hingegen von dem erklärten Empfangswillen der Gegenseite ab. Denn gemäß § 31 RAVPV müssen Anwältinnen und Anwälte Nachrichten in Ihr beA-Postfach nur dann zur Kenntnis nehmen und gegen sich gelten lassen, wenn Sie Ihre Bereitschaft, das beA zu nutzen, zuvor erklärt haben. Die Erstan­meldung am Postfach und der Versand nicht berufs­be­zo­gener Mittei­lungen gelten nicht als Erklärung der Empfangs­be­reit­schaft. Die Abgabe der Erklärung zur Nutzung des beA kann auf verschie­denen Wegen erfolgen. Es kommt eine Kundgabe auf dem Briefkopf oder der Kanzlei-Website in Betracht. Ausweislich der Begründung des Verord­nungs­gebers soll zudem in dem Versenden rechts­ver­bind­licher Mittei­lungen über das beA die konklu­dente Erklärung zu sehen sein, über das beA erreichbar zu sein. Eine solche Erklärung kann aber auch im Rahmen der Anwaltauskunft des DAV abgegeben und damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dort können Anwaltskollegen und Gerichte ab sofort nachsehen, ob ein Anwalt oder eine Anwältin erklärt hat, das beA zum Empfang von Nachrichten nutzen zu wollen. Diese Erklärung ist rechtsverbindlich und nicht beschränkbar. Achtung: Wer sie abgibt, muss dann auch in sein Postfach schauen, und es auf Eingänge kontrollieren.

Anleitung: Besuchen Sie den Mitgliederbereich unter Mein DAV. Falls Sie die Online-Plattform noch nie genutzt haben, müssen Sie zunächst die Erstregistrierung durchführen. Mit dem Button „Zugang anfordern“ können Sie die die Anmeldung unkompliziert vornehmen.

Wenn Sie bereits über einen Zugang verfügen, geben Sie Ihre Login-Daten ein. Kleiner Tipp: Standardmäßig wird als Benutzername die Mitgliedsnummer vergeben. Ihre Mitgliedsnummer finden Sie z.B auf dem Adressaufkleber des Anwaltsblattes. Anschließend wählen Sie  den Menüpunkt „Meine Adressdaten“ aus, und klicken zweimal „weiter“, bis der Block „Kontaktdaten (allgemeine Kanzleidaten)“ erscheint. Dort  wird auch das neue Feld „beA“ angezeigt, in das Sie ein Häkchen setzen können. Schließen Sie die Änderung mit „Fertigstellen“ ab. Damit haben Sie schon alles erledigt.

 

Eingabemaske in der DAV-Onlineplattform

Eingabemaske Online-Plattform
(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

beA-Feld in der Deutschen Anwaltauskunft

Profil in der Anwaltauskunft
(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

 

 

Ein Tipp in eigener Sache zum Schluss: Wollen Sie sich über die neuesten Entwicklungen in Sachen beA jederzeit auf dem Laufenden halten? Dann abonnieren Sie am besten unseren RSS-Feed. So bekommen Sie jederzeit mit, wenn es Neuigkeiten auf digitale-anwaltschaft.de gibt. Nutzen Sie die RSS-Funktionen Ihres Browser oder diesen Link: RSS-Feed

Zurück